02 Apr 2020

Vortrag Prof. Dr. Pöppinghege: Der Kapp-Putsch und die Gegenbewegung vor 100 Jahren in Westfalen

ÜBER DIE VERANSTALTUNG

Die Verteidigung der Demokratie gegen ihre Gegner vor 100 Jahren: Westfalen in den wilden Jahren 1919/1920

In den Kämpfen zwischen der „Roten Ruhrarmee“ und Reichswehrtruppen starben auch in Haltern viele Menschen. Auf Einladung von IWiPo und des Halterner Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt (in Kooperation mit den freunden der Stadtbücherei e. V.) wird Prof. Dr. Rainer Pöppinghege, Historiker an der Universität Paderborn, in seinem Vortrag „Westfalen in den `wilden Jahren´ 1919/20“darstellen, wie schwierig es war, die Demokratie gegen ihre Gegner zu verteidigen. Dabei wird er einen Schwerpunkt auf Hal­tern und Umgebung legen.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 2. April, 19 Uhr, im Saal des Alten Rathauses in Haltern  statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Haltern vor 100 Jahren: Entlang der Ruhr und Lippe starben bei Kämpfen zwischen der „Roten Ruhrarmee“ und Reichswehrtruppen bzw. Freikorps viele, auch unbeteiligte Men­schen. Ein Ehrenmal in Bossendorf erinnert daran, dass in den ersten Tagen des April 1920 14 Arbeiter der Baustelle Wesel-Datteln-Kanal und der Kolonialwarenhändler Josef Meis von Reichswehr- bzw. Freikorps-Soldaten hingerichtet wurden. 34 Kämpfer der „Roten Ruhr­armee“ sind in einem Massengrab in der Haard beerdigt.

Die blutigen Ereignisse im zeitlichen Umfeld des Kapp-Lüttwitz-Putsches im März 1920 bilden den Anlass für den Vortrag über die Anfangsjahre der heftig umkämpften Republik. Im Ruhrgebiet schlossen sich die Gegner der antirepublikani­schen Putschisten um den Verwaltungsbeamten Wolfgang Kapp und den Oberbefehlshaber der vorläu­figen Reichswehr, Walther Freiherr von Lüttwitz, zusammen. Die „Rote Ruhrarmee“ formierte sich, um den Putsch zu bekämpfen und die Novemberrevolution von 1918 doch noch zu einer sozialistischen Revolution zu machen. Bewaffnete Kräfte von links und rechts trafen aufeinander. Es folgten blutige Wochen mit einer ideologisch aufgeladenen, äußerst brutalen Kampfweise. Dabei wurde Westfalen zum zentralen Schauplatz, auf dem sich das Schicksal der jungen Republik ent­schied.

Prof. Pöppinghege hat 2019 das Buch „Republik im Bürgerkrieg. Kapp-Putsch und Gegenbewe­gung an Ruhr und Lippe 1919/20“ veröffentlicht. Er lehrt Neueste Geschichte an der Univer­sität Paderborn.

Alle Interessierten sind herzlich zum Vortrag eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: www.forumdrv.de

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